STADTMUSEUM WIL
Im Jahre 1917 tauchte der Wunsch nach einer eigenen Wasserkraftanlage
auf. Als erste Variante wurde die Erstellung eines beweglichen Schützen-
wehres ca. 150 m oberhalb der Eisenbahnbrücke bei Schwarzenbach in
Betracht gezogen. Das Wasser sollte durch einen 680 m langen Stollen
nach der Zentrale geleitet werden. Als maximale Jahresproduktion wurde
eine Energiemenge von 3 Millionen kWh errechnet. Das Projekt kam, weil
unwirtschaftlich, nicht zur Ausführung.
Als zweite, bessere Lösung erschien das Projekt eines Werkes mit
Stauanlage bei der Mühlau. Der nutzbare Inhalt des Staubeckens wurde
zu 6 000 000 m3 berechnet. Auch dieses Projekt wurde nicht ausgeführt.
In den Jahren 1927 und 1928 wurde ein neues generelles Projekt für eine
vereinfachte Anlage in der Mühlau ausgearbeitet. Die eingereichten
Konzessionsgesuche wurden aber abgelehnt. Erst 1943 wurde wieder ein
Projekt erstellt, 1948 mussten aber alle Pläne für ein eigenes Kraftwerk an
der Thur aufgegeben werden.